Brötchen-Rezept

Auf dem Sommerfest der  Stadt Wiesbaden haben wir an unserem Stand Brötchen angeboten.
Hier ist das Rezept dazu:

1 kg Dinkelmehl

1 Dose Kokoscreme (ca. 400 ml)
100g Mohn
100g Sonnenblumenkerne

6 EL Bochshornklee-Blätter, gerieben
2 EL Pfefferminz-Blätter, gerieben

1 Pk. Backpulver

1 EL getrockneter Sauerteig
2 TL Salz
1 Prise Zucker

 

Dazu gibt man so viel Wasser, dass ein Teig entsteht, der nicht zu "hart" und nicht zu weich ist.
Anschließend lässt man den Teig etwa 30 Minuten ruhen (nicht im Kühlschrank!).
Dann knetet man den Teig noch einmal durch und lässt ihn erneut für 30 Minuten ruhen.
Danach formt man Fladen in der Größe, die man mag
und backt sie bei 200 Grad etwa 20 Minuten. Wenn sie sehr knusprig sein sollen, etwas länger backen.

Viel Spaß und guten Appetit!

 

P.S. getrocknete Bochshornklee- und Pfefferminzblätter kann man in den iranisch-afghanischen Lebensmittelmärkten der Stadt beziehen


Workshop "Medikamente und der Umgang mit chronischen Erkrankungen"

Do, 16.08.18 

Do, 06.09.18


Workshop für Senioren

Di, 14.08.18

“Projekt Aktiv 2018“


Workshop "Gesunde Ernährung"

Leitung: Zakia Roohani
Datum: 9. August 2018


"Wegweiser"

Leitung: Farzaneh Soleimani

 

Termine:
23.06.18 (ausgebucht)

05.07.18 (ausgebucht)

12.07.18 (ausgebucht)

20.07.18 (ausgebucht)

26.07.18 (ausgebucht)

Ein Workshop, in dem Sie herausfinden:

 

Welche Erfahrungen haben Sie geprägt? 

Welche möchten Sie bewusst verändern? 


 

Wir möchten Ihnen einen Weg aufweisen,  Ihre Kompetenzen zu erweitern und diese als Stärke zum Ausdruck zu bringen. Schluss mit den negativen Erfahrungen und auf zum Umbruch der positiven Erlebnisse. Wir laden Sie herzlich ein, an unserem Workshop kostenfrei teilzunehmen und gemeinsam einen Weg für Sie zu finden.

 

Falls Sie sich angesprochen fühlen,  bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf. 

 

Telefon: 0178 7317460

E-Mail :Forouz37@yahoo.de 


„Frauenwelten“ hilft in Wiesbaden geflüchteten Frauen mit psychischen Belastungen

 

Oft die einzige Möglichkeit, über die Erlebnisse zu sprechen/Kontaktmöglichkeiten und Beratung

Ein Yoga-, Entspannungs- oder Meditationskurs ist für viele Menschen Bestandteil des Alltags: Zur Ruhe kommen, durchatmen, entschleunigen. Für geflüchtete Frauen bedeutet so ein Kurs aber noch viel mehr: „Viele haben noch nie über die Flucht und die Kriegs- Erfahrungen gesprochen, die sie in ihrem Heimatland oder unterwegs gemacht haben. Sie ziehen sich in sich selbst zurück und oft führt das zu körperlichen oder seelischen Beschwerden.

 

Hier wollen wir helfen“, sagt Zakia Roohani, selbst vor 37 Jahren als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Damals war an ein solches Angebot oder auch an Deutschkurse oder Beratung noch nicht zu denken. Roohani lernte Deutsch, wurde medizinisch-technische Assistentin und später Heilpraktikerin. „Ich hatte nun das Bedürfnis, den vielen Frauen, die in den letzten Jahren zu uns kamen, zu helfen“, sagt die Wiesbadenerin, die gemeinsam mit Sabine Hochmuth, Ethnologin und Seminarleiterin für Entspannungstechniken und 12 weiteren Frauen, 2016 den Verein „Frauenwelten“ gründete. Seitdem gibt es verschiedene Angebote, meist beim Frauengesundheitszentrum „Sirona“ in der Schiersteiner Straße 21 angesiedelt:

 

Einzelberatung in verschiedenen Sprachen

Bewegung und Entspannung

Malen

Feste, Singen oder Ausflüge

 

Roohani hat in den Unterkünften und in den eigenen Beratungsstunden dafür Werbung gemacht und mittlerweile gibt es schon über 100 Teilnehmerinnen. Es haben sich auch schon eigene kleine Gruppen gegründet, zum Beispiel eine Poesiegruppe, berichtet Zakia Roohani: „Wir hatten eine Frau in der Beratung, die in Afghanistan an der Universität Literatur unterrichtete. Seit der Flucht hat sie nichts mehr geschrieben, jetzt schreibt sie wieder Gedichte und liest sie auf unseren Festen vor.“

 

Wichtig ist aber auch die Möglichkeit, sich entweder durch künstlerische Tätigkeiten oder Bewegung selbst ausdrücken zu können, denn für die Bedürfnisse der Frauen ist im Alltag in den Unterkünften meist kein Raum. Und bei den Entspannungskursen „kommen die lange unterdrückten Gefühle wieder hoch“, berichtet Sabine Hochmuth. „Oft fließen Tränen.“ Wie zum Beispiel bei der 62jährigen Sima. Sie kann nicht lesen und schreiben, verlässt ihre Unterkunft hier kaum, findet sich selbst nicht zurecht. „Endlich fühle ich mich einmal gut“, lässt sie übersetzen. „So viel habe ich schon lange nicht mehr sprechen können.“ Auch die Iranerin Fakhri (60) genießt die Möglichkeit, sich zu entspannen, aber auch mal zu tanzen. „Ich komme aus dem Haus. Das ist gut“, sagt sie. Die beiden jungen Frauen Khadiga und Nadia wirken wie Freundinnen. „Wir haben uns aber erst gestern hier kennen gelernt“, sagt Nadia, die sich über den neuen Kontakt sehr freut. Beide teilen das gleiche Schicksal: Ihre Männer wurden in Afghanistan ermordet. Unter der Trauer sind sie wie versteinert, hat Zakia Roohani beobachtet. „Hier können sie ihre Gefühle in einer verständnisvollen Atmosphäre intensiv erleben, vielleicht irgendwann loslassen. Und bekommen durch die Entspannungstechniken entsprechendes Handwerkszeug für den Alltag.“ Dass viele der Entspannungsmethoden ohne Worte auskommen, also die Sprachbarriere umgehen, ist ein zusätzlicher Vorteil.

 

„Wir bekommen dafür nur punktuelle Förderungen“, bedauert Roohani. „Denn uns wird gesagt, es gibt ja auch Angebote von deutschen Vereinen. Aber dort gehen die Frauen nicht hin, bevor sie die Sprache nicht beherrschen.“ Manche benötigten sogar echte psychologische Beratung oder Therapie. „Aber auch hier ist die Sprache ein Problem – und lange Wartezeiten bei Psychologen gibt es ja auch für Deutsche.“ Hier niedrigschwellig aufzufangen, zu stärken und zu vernetzen, hat sich der Verein „Frauenwelten“ zur Aufgabe gemacht. Doch man muss um Spenden und Förderungen werben und viel Arbeit ins Fundraising stecken. Die zweitägigen Entspannungsseminare wie das, bei dem unser Foto entstand, können derzeit nur selten angeboten werden, da die finanziellen Mittel fehlen. „Wir würden gerne noch öfter kommen“, sagen Khadiga und Nadia. „Wenn wir könnten, würden wir die Kurse gerne häufiger anbieten“, meint Zakia Roohani, die bereits jetzt vieles ehrenamtlich erledigt, aber alles ist eben nicht auf diese Weise zu stemmen. Zum Beispiel gibt es bei den Kursen immer ein leckeres Mittagessen, das von einer afghanischen Frau gekocht wird, die man dafür bezahlt und die dadurch nicht nur einen kleinen Verdienst, sondern auch eine Menge Selbstbewusstsein erhält. Ganz im Sinne von „Frauenwelten“, die Frauen stärken, ermächtigen und unterstützen wollen. Denn nur so, ist Zakia Roohani überzeugt, funktioniert echte Integration. 


Gesund & ohne zu hungern abnehmen

 

***Nächstes Treffen ist am 08.06.17 *** Neulinge sind herzlich willkommen! ***

 

Immer mehr Migrantinnen und geflüchtete Frauen nehmen zu. Gründe dafür sind: 

 

- Falsche Ernährung (überflüssiger Zucker und Fett)

- Wenig Wissen über gesunde Ernährung (keine Präventionskurse in Muttersprache)

- Psychische Disbalancen (wegen Flucht, traumatischen Erlebnissen, Migration und anderen Belastungen) - Mit Essen werden viele andere Aspekte ersetzt

- wenig Bewegung

 

„Ich will abnehmen, aber wie?“

 

Seit 2012 tauchte während unserer Arbeit diese Frage fast jede Woche auf. Mittlerweile haben wir viele Frauen bestärkt sich zu vertrauen, dass sie abnehmen können.

Wir hielten Mitte Mai einen Workshop mit 19 Frauen. Den Frauen wurde beigebracht, dass sie Ihre Gesundheit in die Hand nehmen können und ihre Wünsche bezüglich ihres Gewichtes erreichen können. Dafür muss sich eine ganze Menge im Kopf und im Bewusstsein verändern. 

 

Die Beratungen/Betreuungen laufen im Groben folgendermaßen ab:

 

- Psychische Stärke: damit sie sich nicht alleine fühlen, die ganze Gruppe nimmt ab

- Aufklärung zu gesunder Ernährung (wie was wo, welche Wirkung im Körper)

- Die Entstehung von Übergewicht/Adipositas, die Ursachen, die Folgen für Körper, Geist, Seele, für Familie und Gesellschaft

- Kreatives Denken, wie man gesund kochen, backen und einkaufen kann

 

Seither findet alle 2-3 Wochen ein gemeinsames Treffen zum Austausch statt, welches von der Workshopleiterin begleitet wird.

 

Es gibt inzwischen auch eine WhatsApp-Gruppe zum Austausch neuer Rezepte und Erfahrungen oder bei Fragen.

 

Zur Zeit läuft das Projekt ehrenamtlich.